DS07 — Das Facsimile-Verfahren: positionierte Grafik im PDF-Layer

Auslöser S4

Die FES-Signatur soll sichtbar sein — wie bei DocuSign: Eine positionierte Grafik auf der Signaturlinie, an der richtigen Stelle, in der richtigen Größe. E1 hat drei Grafik-Varianten erzeugt (deckende PNG, transparente PNG, vektorisiertes SVG) und fragt: Wie kommt die richtige Variante an die richtige Stelle?

Die drei Grafik-Varianten

Alle Varianten liegen im PII-Verzeichnis (Elektronische Unterschrift E1/, gitignored — niemals in Git) und sind für dauerhafte Nutzung SHA-256-anchored:

Datei Format Hintergrund SHA-256 guid-Stempel
E1.Signature.FES.png PNG 543×156 Grau (deckend) 288bb187…428a5 01a09b48-4580-761f-…
E1.Signature.transparent.FES.png PNG 543×156 RGBA Transparent d330348e…81fef 01a09b48-4580-7607-…
E1.Signature.transparent.FES.svg SVG (vektoriert) Transparent 8fcffe0b…1006 01a09b48-4580-76f9-…

Auswahlregel (aus SIGNATURE_BLOCK.md):

  1. Standard: SVG — unendlich skalierbar, klein (8 kB), ideal für positionierte PDF-Layer.
  2. Transparente PNG — wenn der Renderer kein SVG unterstützt (manche PDF-Generatoren, E-Mail-Clients).
  3. Deckende PNG — nur wenn das Zielformat keine Transparenz unterstützt (graue Fläche wäre sichtbar).

Anzeigegrößen

Die Facsimile-Grafik im Beispiel E1 ist ein 543×156-px-Asset (aspect ~3,48:1):

height Größe @96 dpi Verwendung
40 ~10,6 mm hoch, ~36,7 mm breit Standard für Signaturlinien
24 ~6,4 mm hoch Kompakte Variante (enge Layouts)
300 ~79 mm hoch Nur Vollformat-Ansicht — nicht für Signaturlinien

Die Zielgröße für den PDF-Layer ist 35–45 × 9–12 mm — handschriftliche Normgröße. Das SVG trägt diese Größe ohne Pixelverlust; die PNGs tragen Print bis ~45 mm Breite @300 dpi.

HTML-Einbettung

Im Markdown-Doc (Typora-kompatibel, Vorlage SIGNATURE_BLOCK.md):

<div style="text-align:left">
    <img
        src="file:///mnt/vm1/data/org-partner/pii/signature-ad/E1.Signature.transparent.FES.svg"
        alt="Unterschrift/Signature Erich Mustermann (E1)"
        height="40" />
</div>

Vor der Grafik steht die Signaturlinie (________), darunter Name und Funktion — genau wie bei einer handschriftlichen Unterschrift.

PDF-Layer: positionierte Grafik (DocuSign-artig)

In einem PDF wird die Grafik absolut positioniert — über einen Signature-Appearance-Layer (PAdES):

%%{init: {'theme':'base','themeVariables':{'primaryColor':'#FBFAF7','primaryTextColor':'#0F1B33','primaryBorderColor':'#6B7280','lineColor':'#6B7280'}}}%% flowchart TB A["PDF-Dokument
(FES-Verfahren)"] --> B["Seite n
Signaturbereich"] B --> C["Signaturplatte
(DS08: Zertifikat, Hash, Zeitstempel)"] B --> D["Positionierte Grafik
Facsimile SVG/PNG, 35-45 x 9-12 mm"] C --> E["PAdES-Signatur
(kryptographisch gebunden)"] D --> E

Die Grafik ist das sichtbare Merkmal; die Kryptobindung (Signaturplatte, DS08) ist der Nachweis-Mechanismus. DocuSign kombiniert beides — die Grafik über der Signaturlinie, die kryptographische Signatur in der PDF-Struktur.

Koordinaten-Prinzip

Bei der Positionierung gilt das DocuSign-Prinzip: Der Signatur-Container (im PDF: Signatur-Field) hat feste Koordinaten (x, y, Breite, Höhe); die Grafik wird innerhalb des Fields positioniert:

Element Position Größe
Signatur-Field x, y (Seite n) ~50 × 20 mm
Facsimile-Grafik Field + Innenabstand 35–45 × 9–12 mm
Signaturlinie Field-Basis Field-Breite
Name/Funktion unter der Linie 8–9 pt
Signaturplatte (DS08) neben/unter der Grafik 8 pt

Die Grafik ist das sichtbare Merkmal — nicht der Nachweis

Wichtig für die Saga-Qualität (und ein häufiges Missverständnis):

Die Facsimile-Grafik allein ist eine einfache eS. Sie "beweist" nichts — sie zeigt die Zeichnung. Der Nachweis liegt in (a) der Textform-Kette (Teil I: Signatur-Doc + Events + SHA-256) und (b) der Kryptobindung (Teil II: PAdES, DS08).

Deshalb gilt die Kennzeichnungs-Regel: Facsimile nur einbetten, wenn das Doc als „digital signiert" gekennzeichnet ist — sonst suggeriert die Grafik eine Rechtsverbindlichkeit, die die Kette (noch) nicht trägt.

Verifikation vor jeder Einbettung

sha256sum E1.Signature.transparent.FES.svg
# → muss übereinstimmen mit:
#   - SIGNATURE_BLOCK.md (Tabelle, 8fcffe0b…1006)
#   - Sidecar .v7g.md (gleiche SHA)
#   - evidence.facsimile_ref.sha256 im Signatur-Doc

Abweichung = Falschversion/Manipulation → nicht verwenden, Rückfrage an E1. Der SHA-256 ist der Beweis für Originalität (Identifizierung immer und überall — auch wenn die Grafik wandert); der guid-Stempel ist nur ein deterministisch reproduzierbares Verweis-Merkmal (gc-v7guid gen-doc).

Zusammenfassung


Erstellt: 260913 | Teil II, Artikel DS07 | Serie: digital-signage