____12DS — Das Schema gcpn-container-1.0: Übersicht
Auslöser S6
Der erste echte Signatur-Vorgang (GVB-Zeichnung) erzeugte zunächst
eigenständige .json-Dateien im res/-Verzeichnis — eine
Arbeitsweise, die das Git-Repo aufbläht (AP-Befund: "das bloated das
Git-Repo unnötig auf"). Der Befund führte zur Korrektur: Alle JSON-
Artefakte in EIN Container-Doc (.gcpn.md, dauerhafte Extension), und der
Container selbst wird zum normativen JSON-Schema —
gcpn-container-1.0.
Das Schema im Überblick
{
"$schema": "https://gitcover.org/schemas/gcpn-container-1.0.schema.json",
"container_id": "GCPN-SIG-YYMMDD-NNN",
"uuidV7": "<deterministisch aus ts + doc-sha256>",
"kind": "signature-process",
"tenant": { … },
"referenced_doc": { … },
"actor": { … },
"attendees": [ … ],
"persons": { … },
"retention": { … },
"signature": { … },
"events": { … },
"summary": { … },
"prev_container": null,
"next_container": null,
"sidecar": "<Referenced-Doc>.gcpn.md.v7g.md"
}
Artefakt-Eindeutigkeit (Erkenntnis AP1)
Jede Entität wird genau einmal beschrieben:
| Artefakt | Kardinalität | Verweis-Mechanismus |
|---|---|---|
referenced_doc |
1× | Alle weiteren Verweise sha256-basiert (keine Wiederholung von Titel/Pfad) |
actor |
1× (je beteiligter Partei) | Events/Signatur verweisen über actor_ref → actor_id |
retention |
1× | Pro Container, nicht pro Artefakt wiederholt |
attendees |
n× | Verweise (actor_ref/tenant_ref), keine Personen |
persons |
n× | Pseudonymisierte PII-Brücke |
signature |
1× | actor_ref + Evidence-Verweise |
events |
1× (Flags-Objekt) | Bits + events_result |
summary |
1× | ersetzt MD-Text-Wiederholungen |
Die Regeln, die aus dem Befund folgen
- JSON immer eingebettet (MD-Fence im Container) — keine eigenständigen
.json-Dateien im Repo-Baum (Bloating vermeiden). - Ergänzen statt neu anlegen: Jeder neue Prozessschritt setzt ein Flag,
bettet das neue Artefakt ein, aktualisiert
summary— bereits eingebettete JSON-Artefakte bleiben immutable. - Revisionssicherheit durch Git: Die Container-Historie liegt in der Git-Historie des Repos (Commit-Hash = Integritätsnachweis).
- Mutable Doc, immutable JSON-Artefakte: Das Container-MD ist editierbar (wächst mit dem Vorgang); die JSON-Inhalte sind unveränderlich — Änderung = neues Artefakt mit neuem SHA.
- Commits nur durch E1 (NO-AUTO-COMMIT).
Das Quell-Dokument ist über das Sidecar-Schema katalogisiert
Ein separates „Ur-Doc-Schema" ist nicht nötig: Das Schema
v7g-sidecar-1.0 (.v7g.md) ist das eigentliche JSON-Schema für ein
digitales Ur-/Quell-Document — es katalogisiert das Quell-Doc über
sha256 (Dokument-ID, identifiziert immer und überall, auch beim Wandern),
locations (UNC-Historie), v7g_taxonomy (Klasse) und obsolescence/
Retention. Der Container (referenced_doc) verweist darauf — zwei
Schema-Ebenen, keine Redundanz: Sidecar = Quell-Doc-Katalogisierung,
Container = Vorgang/Prozess.
Wozu die zwei Kennungen — V7GUID als Doc-Type-Register, uuidV7 als Ref-Doc-UID
Damit wird auch klarer, wozu die zwei Kennungen jeweils benötigt werden:
| Kennung | Register-Rolle | Zweck (Determinismus) |
|---|---|---|
| V7GUID | Doc-Type-Register | Klassifizieren (was für ein Artefakt?), Einordnen (in Taxonomie/Sphäre), Workflows und Methodik bestimmen — die Klasse bestimmt, welche Verfahren gelten |
| uuidV7 | Ref-Doc-UID (temporale Revisionssicherheit) | Instanz-Identifikator des Katalogisierungs-Akts mit 48-Bit-Zeitmarke — wann wurde klassifiziert, zeitgeordnet sortierbar |
Diese auf den ersten Blick scheinbare Komplexität (zwei Kennungen statt einer) ist gerade der Hebel für Git-Repo-basierte Compliance ohne Vendor Lock-In: Alles lässt sich aus den Repos herleiten (deterministisch bestimmen) — nicht nur Doc-Zustände (SHA-256-Kette, Flags-Ausdruck), sondern auch Historie und Veränderungen (Git-Historie des Containers: welche Schritte wann ergänzt wurden; Sidecar-Historie: Klassifizierungs-Akte mit Zeitmarken). Kein proprietäres System speichert den Zustand — das Repo selbst ist der Zustand, und jeder Prüfer kann die Ableitung mit offenen Werkzeugen wiederholen.
Verifikation ohne Redundanz
Die Verifikationsroutine (DS04) bleibt — sie arbeitet mit dem Manifest
im Container: sha256sum je Artefakt gegen events.flags_set[].sha256
bzw. referenced_doc.sha256; Kette über chain_valid; Facsimile-SHA
gegen die Tabelle in SIGNATURE_BLOCK.md.
Forschungsgewinn-Protokoll (AP)
| AP | Erkenntnis | Schema-Merkmal |
|---|---|---|
| AP1 | Repo-Bloat durch Einzeldateien | sidecar-Feld; JSON-Fence-Einbettung |
| AP2 | Redundanz in wiederholten Beteiligten | actor_ref-Verweis-Mechanik |
| AP3 | Retention/Obsoleszenz mehrfach | retention 1× pro Container |
| AP4 | Text-Wiederholungen im MD | summary-Artefakt |
Erstellt: 260913 | Teil III, Artikel ____12DS | Serie: digital-signage