Teil III — GCPN-Container-Schema: Forschungsgewinn aus dem ersten Signatur-Vorgang

Auslöser S6 (Der erste echte Vorgang): Die Serie dokumentierte die Verfahren in Teil I/II — dann kam der erste echte Signatur-Vorgang: eine Gesellschafterversammlungs-Beschlussfassung (Platzhalter shareholder-meeting-resolution, anonymisiert) wurde mit Facsimile-Zeichnung und vollständiger Kette ausgeführt. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse (Forschungsgewinn) fließen in ein normatives JSON-Schema ein: gcpn-container-1.0.

Übersicht der Artikel (DS12–DS15)

Art. Titel (DE) Kernfrage
DS12 Das Schema gcpn-container-1.0 — Übersicht Wie ist der Container normativ aufgebaut, ohne innere Redundanz?
DS13 Referenced-Doc, Actor, Attendees, Persons Wer ist wer — Akt der Gesellschafter vs. Teilnehmer vs. PII-Brücke?
DS14 Events als Flags-Enum und events_result Wie drücken Bits die durchlaufenen Schritte aus?
DS15 Der Act als Zustandsübergang — Protokoll-Deutung Was bedeutet ein "Act" zwischen zwei Zuständen — und GVB als Protokoll?

Die Erkenntnisse im Überblick (Forschungsgewinn)

Vier Erkenntnisse aus dem ersten Vorgang flossen in das Schema ein — jede ist ein AP-Erkenntnis für den Forschungsbericht (BSFZ/FZul-Vorhaben GitCover.IdP):

  1. Artefakt-Eindeutigkeit (DS12): Jede Entität (referenced_doc, actor, retention) wird genau einmal beschrieben; weitere Verweise laufen sha256-basiert bzw. über actor_ref — innere Redundanz und Repo-Bloat (eigenständige .json-Dateien) werden vermieden.
  2. Rollen-Schichtung (DS13): Der Actor ist der Akt der Gesellschafter (die Versammlung/Alleingesellschafterin — shareholder-meeting-resolution), der Attendee ist die Person als Teilnehmer (GF, zeichnend); persons bildet die pseudonymisierte PII-Brücke (kanonische Zuordnung im gitignored PII-Kreis).
  3. Flags-Semantik (DS14): Die Event-Schritte (offered/accepted/denied/ sign/withdraw) sind Bits (1/2/4/8/16), das events_result ist die Bitmask der durchlaufenen Schritte (z. B. 11 = offered + accepted + sign) — deterministisch prüfbar, kein freier Text.
  4. Protokoll-/Zustands-Deutung (DS15): Das GVB ist das Protokoll, die Acts sind die Beschlüsse; ein Act beschreibt die Veränderung zwischen zwei Zuständen (Vorher → Nachher) — der GCPN dokumentiert genau diese Zustandsübergänge revisionssicher (Git-Historie = Chronologie).

Verknüpfung zu den Teilen I/II

Teil I/II beschreiben das Verfahren (Wie signiert man?); Teil III destilliert daraus das Model (Wie beschreibt man das Verfahren maschinenlesbar?). Die Serie folgt damit dem GCBoK-Prinzip: Verfahren (Saga) → Erkenntnis (Forschungsgewinn) → Schema (normativ).

Weiter: Teil IV — PII, GPG & Governikus (geplant).


Erstellt: 260913 | Teil III der Serie digital-signage