Teil V — Mobile Nutzung mit GPG-Tools auf Smartphones und Devices

Status: Arbeitsgebiet (Aufriss, nicht ausgearbeitet). Dieser Teil sammelt die früheren Erkenntnisse aus alten Chats (Mobile Device Encryption & Backup Strategy 250828, GPG Key Signing & Verification Flow 250829, GitCover® Identity Verification Procedures 250831) als Community- Arbeitsgebiet: Hier sind Lösungen zu entwickeln, bei der die Community mitarbeiten kann — der Unternehmer/KMU braucht mobile Signatur- und Nachweis-Fähigkeit, aber die Werkzeuglandschaft ist fragmentiert.

Warum Mobile ein eigenes Arbeitsgebiet ist

Die Teile I–IV beschreiben die Verfahren auf Desktop/Repo-Ebene. Die Praxis des Unternehmers ist aber mobil: Verträge werden unterwegs gezeichnet (Facsimile auf dem Tablet), Nachweise werden am Kundenrechner geprüft, eID-Beglaubigung läuft über NFC-Smartphone + AusweisApp. Die Werkzeugkette (GnuPG, Kleopatra, git commit -S) ist Desktop-first — die Mobile-Lücke ist real.

Werkzeuglandschaft (Stand der Erkenntnisse)

Tool/Plattform Plattform Rolle Reife/Anmerkung
OpenKeychain Android GPG-Schlüsselverwaltung, Signatur/Entschlüsselung etabliert; Integration in Mail-Apps; kein git commit -S
Kleopatra (GnuPG) Windows/macOS/Linux Desktop-Referenz kein natives Mobile-Pendant
AusweisApp des Bundes Android/iOS/Windows/macOS/Linux eID-Authentisierung (Governikus-Fluss, Teil IV DS21) BSI-zertifiziert; NFC nötig
PassKey/FIDO2 plattformübergreifend Identitätsanker (WebAuthn) Teil der Mobile-Strategie (Chat 250828)
YubiKey/Nitrokey USB/NFC Hardware-Schlüssel Mobile nur mit Adapter/NFC-Variante
Facsimile-SVG/PNG überall positionierte Signatur-Grafik (Teil II DS07) plattformneutral — Stärke des GitCover-Ansatzes

Erkenntnisse aus den alten Chats

1. Mobile PassKey/GPG-Umgebung (Chat 250828)

Die Ausgangsfrage: "Mit einem mobilen Device eine PassKey- und GPG-Key- Umgebung einrichten, mit der Backups auf removable Devices mindestens mit SHA-256-Qualität verschlüsselt werden können; der Besitz des PassKey soll zum Entschlüsseln genügen."

Erkenntnisse:

2. GPG Key Signing & Verification Flow (Chat 250829)

Der Flow (Canvas-Artefakt mit Mermaid) dokumentiert Signieren und Verifizieren als Basis für die Beweiskette — plus die Aufbewahrungs- Erkenntnisse (ELSTER-Dokumente, Bundesanzeiger-Hinterlegung), die in die Retention-Ebene des GCPN-Containers einfließen (retention.retention_until).

3. eID-Beglaubigung mobil (Chat 250831)

Der Governikus-Fluss (Teil IV DS21) ist von Natur aus mobil: NFC-Smartphone + AusweisApp + PIN. Das ist die mobile Stärke des Verfahrens — die amtliche Beglaubigung funktioniert auf dem Gerät, das jeder Unternehmer in der Tasche hat.

UX-Herausforderungen (Community-Fragen)

Frage Herausforderung
Git commit -S mobil? GnuPG läuft nicht nativ auf Android/iOS; git-Signatur über Terminal-Apps (Termux) ist Expertenterrain — UX-Lösung fehlt
Facsimile mobil zeichnen? Touch-Zeichnung der Signatur-Grafik auf dem Gerät (statt vorbereiteter SVG) — Authentizitäts-Frage (Zeichnung = Faktor der Kontrolle?)
Container prüfen mobil? sha256sum/jq-Routine (DS04) auf dem Smartphone — gibt es eine Prüf-App für .gcpn.zip?
PassKey ↔ GPG-Bindung? PassKey als Gatekeeper für den GPG-Key (Chat 250828) — wie verankert man das in der Identity-Registry (Teil IV DS15)?
Offline/Online-Übergang? Stufe-1-Paket (DS11) mobil lesen und verifizieren — Datei-Manager-Integration

Community-Arbeitsgebiete (Aufriss)

  1. Mobile-Prüf-App: Ein leichgewichtiges Tool (PWA oder App), das .gcpn.zip-Pakete öffnet und die DS04-Routine (SHA-256-Kette, Flags-Ergebnis) ohne Fachwissen ausführt.
  2. Facsimile auf Touch-Geräten: Zeichnung → SVG/PNG → SHA-256 → Signatur-Doc — mit der Kennzeichnungs-Regel („digital signiert") aus der Vorlage.
  3. OpenKeychain-Integration: Vorgangs-Repos klonen, Commits signieren — auf Android (Termux/OpenKeychain-Brücke) mit UX-Guardrails.
  4. PassKey-Gatekeeper: PassKey/FIDO2 als Kontrolle über den GPG-Key — Verankerung in der Identity-Registry (Teil IV).
  5. AusweisApp-Fluss als mobile Referenz: Der Governikus-Fluss zeigt, wie amtliche Mobile-Signatur-Erlebnis aussieht — UX-Muster für die Community-Werkzeuge.

Offenheit

Dieser Teil ist bewusst oberflächlich gehalten: Er sammelt die Erkenntnisse und benennt die Arbeitsgebiete — die Ausarbeitung ist Community-Arbeit. Beiträge (Prüf-App, OpenKeychain-Integration, Touch-Facsimile) sind als GCBoK-Beiträge willkommen und werden über die normativen Achsen (Techniken/Vorgehensweisen) rückgebunden.

Querverweise


Erstellt: 260913 | Teil V (Arbeitsgebiet, Aufriss) der Serie digital-signage